Die Licht-Bildner

Porträt Hanjo Biehs


(Foto: Michael Papendieck)

Historisch komme ich ursprünglich aus dem Bereich SW-Fotografie, wobei
ich selbstverständlich auch in der Dunkelkammer entwickelt habe. Deshalb ist für mich die "richtige" Wiedergabe von Lichtern und Schatten wichtig.

Ich sehe das Fotografieren und somit auch die Bildgestaltung des Endergebnisses, als gestalterischen Akt. Mir ist wichtig, das bei dem Bild Emotionen rüberkommen. So finde ich z.B. hässlich, dass bei einer Gegenlichtaufnahme entweder der Himmel nur eine helle Fläche ist oder das Motiv abgesoffen ist. Darum bearbeite ich im Regelfall Himmel und Motiv getrennt. Das Entfernen von störenden Komponenten durch Ausschnitt, Abstempeln oder Weichzeichnen gehört dazu. Letztendlich verfremde ich das Bild nicht, sondern gebe "meine Realität" wieder!

Das Gestallten findet natürlich auch vor der Aufnahmen statt. So rücke ich meine "Objekte" auch mal zurecht oder zupfe Grashalme aus dem Bild. Natürlich ohne die Natur zustören, so weit würde ich nicht gehen! Nur nix verändern oder verstellen, halte ich für übertrieben!

Ich arbeite heute auch im HDRI-Bereich, um in meine Fotos mehr Ausdruck reinzubekommen. Es soll aber nicht heißen, dass ich HDRI als Allheilmittel betrachte und nicht mehr ohne kann! Wichtig ist immer die Bildgestaltung bei der Aufnahme! Ohne ein stabiles Fundament kann man kein Haus bauen, also kann man aus einem schlecht gestalteten Bild kein gutes machen.

Lieblingsmotive: Blumen, Makro, Meer, Porträt, Licht und Schatten, Stilleben, das was die meisten nicht sehen, after the sunset, HDRI

Dazu habe ich das Focus Stacking mit Heliconfocus entdeckt. Man muß zwar erstmal begreifen was physikalisch geht und warum man noch Rumretuschieren muß, aber dann ist es genial!

Noch eine Anmerkung zum Schluß: Weniger ist nicht unbedingt mehr, denn nichts ist auch nicht alles!



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